Die Welt des Essens hat sich gewandelt. Achtsames Essen, ein Konzept, das mehr als nur ein Ernährungstrend ist, ermöglicht es, die Geschmackserlebnisse zu intensivieren und gleichzeitig das Bewusstsein für die eigene Ernährung zu schärfen. Wie kann dies gelingen? Ein Ernährungsexperte erklärt es.
Was bedeutet achtsames Essen? 🧘♀️
Achtsames Essen ist der bewusste Umgang mit dem eigenen Essverhalten. Es geht darum, sich Zeit zu nehmen, den Moment zu genießen und die Körpersignale wie Hunger und Sättigung wahrzunehmen. Dies bedeutet, sich aktiv auf das Essen zu konzentrieren und Ablenkungen zu vermeiden, um die Essensqualität zu steigern. Die Psychologin Cornelia Fiechtl erläutert, dass eine angenehme Umgebung und ein klarer Fokus auf das Essen helfen, die Mahlzeit bewusster zu erleben.
Die sieben Arten von Hunger 🍽️
- Geisthunger: Hunger, der auf Gedanken basiert, was man essen sollte.
- Augenhunger: Das Bedürfnis nach Schönheit und Präsentation von Speisen.
- Nasenhunger: Ausgelöst durch Gerüche und Aromen.
- Mundhunger: Verlangen nach angenehmen Geschmäckern oder Texturen.
- Herzhunger: Emotionaler Hunger, der versucht, ein Gefühl der Leere mit Essen zu füllen.
- Magenhunger: Das physische Gefühl des Hungers.
- Zellhunger: Der tatsächliche Bedarf an Energie und Nährstoffen.
Um diesen Hunger zu stillen, ist es wichtig, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse einzugehen und eine Atmosphäre zu schaffen, die das Essen zu einem besonderen Erlebnis macht.
Die Vorteile von achtsamem Essen für den Geschmack 🍇
Achtsames Essen wirkt sich positiv auf die Geschmacksverbesserung aus. Es ermöglicht oftmals ein intensiveres Geschmackserlebnis, da der Fokus auf dem Essen gelegt wird. Fiechtl betont, dass die Erfahrung einer Mahlzeit besonders dann bereichert wird, wenn sie in Gemeinschaft und mit einem erhöhten Bewusstsein genossen wird.
Ein praktisches Beispiel ist die Bewusstheit beim Genuss von Wein. Die Aromen werden intensiver wahrgenommen, wenn man sich Zeit nimmt, den Wein zu betrachten, zu riechen und schließlich zu schmecken. Diese Phasen des Schmeckens, von der visuellen Wahrnehmung bis zum nachhaltig anhaltenden Abgang, zeigen, dass bewusstes Essen tiefere Genussmomente schafft.
Stress und Essverhalten: Ein Teufelskreis 🚫
Stress beeinflusst viele von uns in unserem Essverhalten. Einige vergessen, regelmäßig zu essen, während andere Essen als Stressbewältigungsmechanismus nutzen. Beides verhindert jedoch ein genussvolles, achtsames Essen. Achtsames Essen kann helfen, Stress zu reduzieren und das Körpergefühl zu verbessern.
Wie kann man achtsames Essen erlernen? 📚
Es gibt verschiedene Programme und Methoden, um achtsames Essen zu erlernen. Die Praxis umfasst:
- Einrichten eines festen Essplatzes, um Ablenkungen zu minimieren.
- Bewusste Pausen während des Essens, um die Sättigung wahrzunehmen.
- Kleine, bewusst gewählte Snacks als Genussmomente im Alltag.
Diese Strategien fördern nicht nur das Lebensmittelbewusstsein, sondern helfen auch, den eigenen Essensgewohnheiten bewusster zu begegnen. Das Ergebnis ist nicht nur eine bessere Ernährung, sondern auch ein gesteigertes Wohlbefinden im Alltag.
Achtsames Essen ist der Schlüssel zu einem bewussteren Leben und verbessert nicht nur die Essensqualität, sondern auch den Genuss im täglichen Leben. Wer bereit ist, sich auf diese Erfahrung einzulassen, wird reich belohnt – mit intensiveren Geschmackserlebnissen und einem besseren Körpergefühl.
Interessante Einblicke in die Welt der achtsamen Ernährung sind unter diesem Link zu finden.



