In den tiefsten Untiefen familiärer Bindungen können sich Schatten der Entfremdung ausbreiten. Oft sind es schleichende Veränderungen, die dazu führen, dass Menschen den Kontakt zu ihren eigenen Eltern, Geschwistern oder Kindern abbrechen. Diese Entscheidung ist selten leichtfertig. Vielmehr handelt es sich häufig um einen Schritt zur Selbstrettung. Ein Besuch bei der Psychologin Claudia Pulla kann dabei entscheidende Impulse geben.
Warum ein Kontaktabbruch oft notwendig ist
Familienprobleme haben viele Gesichter und Wurzeln, deren Erkennung oft schmerzhaft ist. Ein Kontaktabbruch kann als Akt des Selbstschutzes interpretiert werden. Es ist wichtig, die Gründe hinter diesem Schritt zu verstehen:
- 🔹 Emotionale Manipulation: Manipulative Verhaltensweisen können die Beziehung belasten.
- 🔹 Mangelnde Kommunikation: Oft entstehen Konflikte aus ungesagten Wünschen oder unerfüllten Bedürfnissen.
- 🔹 Loyalitätskonflikte: Diese können generationenübergreifend wirken und die Bereitschaft zur Trennung erschweren.
Der Rat der Expertin
Claudia Pulla rät, auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Selbsthilfe bedeutet nicht, die Probleme alleine zu tragen, sondern sich auch Unterstützung zu suchen:
- 🔹 Professionelle Begleitung: Ein Coach kann helfen, die eigenen Gefühle zu sortieren.
- 🔹 Akzeptanz der Trennung: Manchmal ist Distanz der erste Schritt zu mehr innerem Frieden.
- 🔹 Offene Kommunikation: Wenn der Kontakt wiederhergestellt wird, sollte das mit Transparenz und Ehrlichkeit geschehen.
Gesellschaftliche Tabus und ihre Auswirkungen
Der Bruch zu einem Familienmitglied wird häufig gesellschaftlich verurteilt. Dennoch erleben viele Menschen diese Trennung als befreiend. Jugendliche und junge Erwachsene sind oft die Vorreiter in diesem Prozess, indem sie Traditionen hinterfragen und sich von belastenden Beziehungen distanzieren. Dies ist nicht nur ein persönlicher Akt, sondern ein kultureller Wandel.
Die Bedeutung psychischer Gesundheit
Selbstfürsorge ist kein Verrat an der Familie, sondern wichtig für die psychische Gesundheit. Ein Kontaktabbruch sollte niemals überstürzt, sondern gut überlegt sein. Pulla beschreibt es treffend: „Frieden entsteht, wenn man aufhört, sich selbst und anderen die Schuld zu geben.“
- 🔹 Reflexion: Fragen Sie sich, welche Muster in Ihrer Familie bestehen.
- 🔹 Vergebung: Sich selbst für die Situation zu vergeben, kann heilsam sein.
- 🔹 Neuausrichtung: Schaffen Sie Platz für neue, gesunde Bindungen.



