Viele Haushalte bemerken erst abends, dass ihre Heizung falsch eingestellt ist

viele haushalte erkennen erst am abend, dass ihre heizung falsch eingestellt ist – erfahren sie, wie sie ihre heizung optimal regulieren können, um energie zu sparen und den komfort zu erhöhen.

Es ist frustrierend: Der Abend naht und Sie merken plötzlich, dass Ihre Wohnung viel zu kalt oder zu warm ist – dabei läuft die Heizung die ganze Zeit. Diese Überraschung ist kein Einzelfall und zeigt oft, dass die Heizung schlicht falsch eingestellt wurde. Dabei könnten Sie mit wenigen Handgriffen Ihren Energieverbrauch senken und sich Heizkosten sparen.

Warum viele Haushalte erst am Abend Probleme mit der Heizung bemerken

Der Grund für diese allabendliche Erkenntnis liegt häufig in einer falschen oder veralteten Einstellung des Thermostats oder des Heizsystems selbst. Viele Heizkörper sind nicht individuell am Tag justiert und reagieren nicht auf die tatsächliche Nutzung der Räume und die Außentemperaturen.

Oft schaltet das Zeitschaltprogramm der Heizung auf einen falschen Modus, zum Beispiel bleibt es noch im Sommerbetrieb statt auf den Winterbetrieb umzuschalten. Die Folge: Es wird entweder zu wenig Wärme abgegeben oder verschwendet unnötig Energie.

Die häufigsten Fehler bei der Heizungssteuerung am Abend

  • Falsch eingestellte Thermostate: Viele Haushalte stellen die Temperatur manuell einmal ein und vergessen, sie den Bedürfnissen anzupassen, was zu übermäßiger Wärme oder unerwünschter Kälte führt.
  • Zeitschaltprogramme in falschem Modus: Sommerbetrieb an kalten Tagen oder ungenaue Timer-Einstellungen sorgen für ineffizienten Betrieb.
  • Klemmende Heizkörperventile: Sie verhindern die Zirkulation von warmem Wasser, sodass einzelne Räume trotz Kessellauf kalt bleiben.
  • Luft im System: Gluckernde Heizkörper sind ein Zeichen, dass Luftblasen die Wärmeverteilung blockieren.
  • Unzureichender Wasserdruck: Ein zu niedriger Druck sorgt dafür, dass Heizwasser nicht richtig zirkuliert.

Solche Fehler führen dazu, dass Ihre Heizung besonders abends nicht das gewünschte Wohlfühlklima schafft – und treiben gleichzeitig die Heizkosten in die Höhe.

Wie Sie Ihr Thermostat richtig einstellen, um Energieeffizienz und Komfort zu verbessern

Ein falsch eingestelltes Thermostat ist einer der Hauptgründe für unnötigen Energieverbrauch. Aber die gute Nachricht: Schon mit einigen kleinen Anpassungen können Sie Ihre Heizkosten deutlich senken.

Thermostate gibt es in zwei Hauptvarianten: Standard-Thermostate mit manueller Einstellung und programmierbare Thermostate, die automatisch Temperatur und Zeiten anpassen.

Die praktische Einteilung bei einem Standard-Thermostat reicht von Stufe 1 (ca. 12 Grad) bis Stufe 5 (ca. 28 Grad). Für ein angenehmes Wohnklima sind meist Stufe 3 (ca. 20 Grad) ideal.

Tipps für die optimale Einstellung Ihres Heizsystems

  • Stellen Sie alle Thermostate im selben Raum auf die gleiche Stufe ein, um unnötiges Nachheizen zu vermeiden.
  • Nutzen Sie programmierbare Thermostate, die nur zu den Zeiten heizen, in denen Sie wirklich Wärme benötigen – etwa morgens und abends.
  • Drehen Sie die Heizung nachts oder bei Lüften herunter, so wird Energieverschwendung vermieden.
  • Reduzieren Sie die Temperatur um ein Grad, um circa 6 Prozent Heizkosten einzusparen.
  • Behalten Sie eine Mindesttemperatur von mindestens 16 Grad bei, um Schimmelbildung zu verhindern, besonders in wenig genutzten Räumen.

Bon à savoir : Zu starkes Aufdrehen des Thermostats erhöht nicht die Aufheizgeschwindigkeit. Die Heizkörper brauchen gleich viel Zeit, egal ob Stufe 3 oder 5 eingestellt ist.

Technische Stolperfallen: Wann die Heizung zwar läuft, aber keinen Raum erwärmt

Es kann passieren, dass der Heizkessel funktioniert, aber einige Heizkörper kalt bleiben. Das ist meist ein Zeichen für ein Verteilungsproblem, das oft übersehen wird, aber leicht zu beheben ist.

Klemmende Ventile, Luft im System oder ein zu niedriger Wasserdruck verhindern, dass die Wärmeflüssigkeit zirkuliert und die Wärme gleichmäßig ankommt.

Praktische Schritte für mehr Wärme in jedem Raum

  • Heizkörper entlüften: Ein Gluckern oder ungleichmäßige Wärme sind Hinweise darauf.
  • Wasserdruck prüfen: Der Wert am Manometer sollte bei 1 bis 2 bar liegen.
  • Ventile lösen und schmieren: Den Ventilkopf abschrauben und den Stift mit Schmierfett beweglich halten.
  • Heizungsfachmann kontaktieren: Wenn sich Probleme nicht lösen lassen, ist professionelle Hilfe der Schlüssel.

Mise en garde : Eine defekte Heizungspumpe bedeutet häufig den kompletten Ausfall der Wärmeversorgung. Im Zweifel sollte diese schnell ersetzt und eventuell als energiesparende Hocheffizienzpumpe gefördert werden.

Die besten Tricks, um Heizkosten im Alltag zu reduzieren trotz falscher Einstellungen

Falls Sie gerade merken, dass Ihre Heizung falsch läuft – keine Panik. Es gibt Tricks, wie Sie Ihre Energieeffizienz sofort spürbar steigern können:

  • Lüften Sie richtig: Stoßlüften statt Dauerlüften vermeidet Wärmeverlust.
  • Nachtabsenkung nutzen: Automatische Temperaturabsenkung in der Nacht spart Heizkosten.
  • Vorrausschauend heizen: Heizen Sie nach Tagesablauf und tatsächlichem Bedarf, nicht pauschal.
  • Smart Home Lösungen probieren: Digitale Thermostate bieten Fernsteuerung und individuellere Steuerung daheim.
  • Regelmäßig Heizkörper entlüften: Damit bleibt die Wärmeverteilung optimal.
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